Sprachaufenthalte
1. Kooperationsabkommen mit Frankreich
Im Abkommen zwischen der Republik Frankreich und der DG aus dem Jahr 2000 wurden Maßnahmen getroffen, um die Kenntnisse der französischen Sprache und Kultur zu verbessern. Das Abkommen sieht auch den Austausch von Studenten, Lehrern, Dozenten und Bildungsexperten zwischen der DG und Frankreich vor.
Weiterbildung im Fach Französisch - erste Fremdsprache für Kindergärtnerinnen, Primar- und Sekundarschullehrer
Der zweiwöchige Sprachaufenthalt findet in den Sommerferien 2009 an der Universität Franche-Comté in Besançon in Frankreich statt. Die Weiterbildung richtet sich an Kindergärtner und Primarschullehrer, die Französisch als Fremdsprache unterrichten oder unterrichten möchten, sowie an Sekundarschullehrer für Französisch Fremdsprache.
Dieser Sprachaufenthalt bietet den Lehrpersonen eine ideale Gelegenheit sowohl ihre sprachlichen als auch ihre didaktischen und kulturellen Kenntnisse aufzufrischen und zu vertiefen. Er kann auch als Vorbereitung auf die DELF-Prüfung dienen.
Die Teilnehmer haben die Möglichkeit, eine auf ihre Bedürfnisse zugeschnittene Ausbildung aus dem breiten Weiterbildungsangebot modular auszuwählen. Die Weiterbildung ist in verschiedene Module eingeteilt und setzt sich aus theoretischem Unterricht, Ateliers, Diskussionen, Foren und Konferenzen zusammen.
Die Lehrpersonen entdecken innovative Praktiken und neue pädagogische Mittel für verschiedene Zielgruppen (Kinder, Jugendliche, Erwachsene) und lernen, diese anzuwenden. Außerdem erwerben sie sozio-kulturelle Kenntnisse, um sie in der Folge im Unterricht zu vermitteln.
Die pädagogischen Kosten, die Reisekosten und die Aufenthaltskosten können für eine begrenzte Teilnehmerzahl integral über ein Comenius-Projekt finanziert werden.
Weiterbildung FORMAPRIM
Seit dem Schuljahr 2007–2008 ist die DG offizieller Partner des Programms FORMAPRIM. Die Weiterbildungsveranstaltungen werden über die französische Botschaft in Zusammenarbeit mit der Flämischen Gemeinschaft angeboten. Sie richten sich zum einen an Multiplikatoren – z.B. die Dozenten der AHS für das Fach Französisch – und zum anderen an Primarschullehrer. Die aktuellen FORMAPRIM-Angebote können dem pädagogischen Weiterbildungshandbuch des Fachbereichs Pädagogik entnommen werden. Beachten Sie bitte die Fristen!
La Semaine du Film français
Diese Filmvorführungen finden in einem besonderen pädagogischen Rahmen während der Unterrichtszeit statt und zielen darauf, das Hörverständnis der Schüler zu fördern. Gleichzeitig soll ihr Interesse an der Kultur des französischen Sprachraums und an hochwertigen Filmen geweckt werden. Zudem wird didaktisches Material bereitgestellt, das die die Lehrer zur Vor- und Nachbereitung nutzen können. Im Januar 2009 wurden die Filme "La môme" von Olivier Dahan, "Je vais bien, ne t’en fais pas" von Philippe Lioret und "Ensemble, c’est tout" von Claude Berri vorgeführt.
Wettbewerb
Im Rahmen der "semaine de la langue française et de la francophonie" organisiert die Fédération des Alliances françaises en Belgique einen Wettbewerb für Jugendliche zwischen 16 und 20 Jahre. Die Schüler und Studenten der DG können unter der Schirmherrschaft der Alliance française de Verviers an dem Wettbewerb teilnehmen. Die Preise in drei Kategorien werden von der französischen Botschaft in Belgien vergeben.
Zwei Schüler des César-Franck-Athenäums haben im Jahr 2008 den ersten Preis gewonnen: Sie haben 10 Tage in Paris verbracht, wo sie Jugendliche aus der ganzen Welt kennengelernt und neue Seiten der französischen Kultur entdeckt haben.
Informationen zum aktuellen Wettbewerb finden Sie im Download.
2. Native Speaker im Primarschulunterricht
Ein Abkommen zwischen der Französischen und der Deutschsprachigen Gemeinschaft ermöglicht den Austausch von Primarschullehrern, die in der besuchten Schule der anderen Gemeinschaft den Unterricht als Native Speaker erteilen.
3. Sprachbad-Stipendien für Sekundarschulabsolventen
Jugendliche aus der DG können beim FOREM (Charleroi) einen Sprachaufenthalt in französischer oder niederländischer Sprache beantragen.
Die Wallonische Region bietet zudem über das FOREM 10 Sprachaufenthalte in englischer Sprache für deutschsprachige Sekundarschulabsolventen und junge Gesellen an, die das Abiturjahr oder das siebte Jahr im Befähigungsunterricht im englischsprachigen Ausland wiederholen bzw. absolvieren möchten. Dazu müssen die Schüler folgende Bedingungen erfüllen:
- Die Jugendlichen dürfen am 1. Januar des Jahres, in dem sie ihren Sprachaufenthalt planen, noch keine 20 Jahre alt sein (der Aufenthalt beginnt im September 2009).
- Die Jugendlichen müssen im Jahr vor dem Aufenthalt oder im Jahr des Aufenthaltes ihren Sekundarschulabschluss oder ihr Gesellenzeugnis erhalten haben.
- Für Sprachaufenthalte in englischer Sprache muss vorher ein Sprachentest (Französisch oder Niederländisch) bestanden werden.
- Der Aufenthaltsort muss der gewählten Sprache entsprechen.
- Das Erlernen der Sprache erfolgt vorzugsweise in einer Sekundarschule (letztes Jahr), es sind aber auch Sprachschulen oder ein 1. Hochschuljahr möglich.
- Der Sprachaufenthalt geht über ein Halbjahr (Semester) oder über ein Jahr.
Die Jugendlichen können ihren Sprachaufenthalt selbst oder mittels einer anerkannten Austauschorganisation planen. Die vom FOREM getragenen Kosten sind vom Einkommen des Schülers bzw. seiner Eltern abhängig.
- Ansprechpartner für Sprachaufenthalte in französischer oder niederländischer Sprache: FOREM
- Ansprechpartner für Sprachaufenthalte in englischer Sprache: Ministerium der Deutschsprachigen Gemeinschaft
4. Sprachaufenthalte für Lehrer
Sprachenlehrer aus dem Primar- und Sekundarschulwesen, die in der Deutschsprachigen oder der Französischen Gemeinschaft unterrichten, können eine 5-tägige Ausbildung absolvieren, die in den Sommerferien im Ausland oder in der Flämischen Gemeinschaft stattfindet. Die Sprachaufenthalte dienen der Verbesserung der sprachlichen, methodischen, didaktischen und kulturellen Kenntnisse. Die Zielsprachen sind Englisch, Niederländisch und Deutsch.
Die Kosten werden durch das FOREM (Charleroi) im Rahmen des Marshall-Plans der Wallonischen Region in einer Höhe von bis zu 1000 EUR pro Aufenthalt getragen.
Die Angebote für die Osterferien 2009 finden Sie im Download.